Wie Breathwork mein Leben veränderte

Aktualisiert: 18. Apr.

Breathwork ist eine der mächtigsten Techniken für Transformation. Der beste Beleg dafür ist mein eigenes Leben.



„So möchte ich mich öfter fühlen: ganz, heil, in mir selbst zuhause.”

Äußerlich erfolgreich ...


Ich habe den Großteil meines Lebens damit verbracht erfolgreich zu sein. Mein Abitur an einem bayerischen Gymnasium schloss ich mit der Bestnote ab. Direkt im Anschluss studierte ich Politikwissenschaften und Psychologie an Universitäten in Deutschland und Schottland. Während meines Studiums wurde ich von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert und hatte ein Stipendium des bayerischen Max-Weber-Programms. Ich habe Praktika im EU Parlament in Brüssel und in der österreichischen Botschaft in Kairo gemacht, sehr erfolgreich als Tutorin und SHK gearbeitet, überall viel Lob und Anerkennung für meine herausragenden Leistungen bekommen. Auch mein Studium habe ich mit 1.0 abgeschlossen. Danach folgten Jobs an drei renommierten deutschen Forschungs-Instituten und Universitäten. Meine Forschung und akademische Arbeit führte mich unter anderem nach Ägypten, den Libanon, Pakistan, Nigeria, die USA und Kanada. Es sah ganz so aus, als wäre ich auf dem Weg zu einer Professur, und nach Einschätzung vieler WeggefährtInnen mit guten Erfolgsaussichten.



... innerlich überlastet und erschöpft


Auch sonst sah alles hübsch aus: Ich hatte eine nette Wohnung in Berlin, gute enge FreundInnen, ein weites Netzwerk aus Bekannten, reiste viel, war sportlich aktiv, arbeitete hart und erlaubte mir (ganz Berlin, ganz Academia) zum Ausgleich ausgiebig zu feiern. Und zugleich musste ich mich die ganze Zeit so unfassbar anstrengen, all das aufrecht zu erhalten. Gerade während ich meine Doktorarbeit schrieb, wurde ich immer erschöpfter, und hatte das Gefühl dieses Leben und vor allem mich selbst nur noch mit viel Mühe zusammen halten zu können. Im Bereich Partnerschaft und Sexualität war mein Leben von vielen Enttäuschungen geprägt, mit meinen Eltern gab es viele, teils harte Konflikte, und auch meine Arbeit fand ich immer sinnfreier. Ich war viel krank und oft ausgelaugt, Alkohol war eine wichtige – und regelmäßige – Coping-Strategie. Was mit Erschöpftheit und Angespanntheit begann, steigerte sich immer mehr; äußere – nur scheinbar zufällige – Ereignisse führten zu immer stärkerer Überlastung und spülten alte unbearbeitet Traumata an die Oberfläche, so dass ich das Gefühl hatte, dass ich dringend etwas tun müsste…



Auf neuen Pfaden


„Die Atemarbeit und der Schamanismus öffneten mir Türen, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren könnten.”

In diesem Moment der Krise erlebte ich zum ersten Mal Breathwork. Was für eine Erfahrung! Noch nie zuvor in meinem Leben hatte ich mich so heil und ganz gefühlt. Es war als wäre ganz viel von dem Ballast, den ich mit mir herum getragen hatte, mit dem Atem fortgespült worden. Zum ersten Mal seit ich denken kann, fühlte ich mich in mir selbst vollkommen zuhause. Was ich erlebte, ist nicht leicht in Worte zu fassen. Es war eine absolut fantastische und faszinierende Erfahrung. Und ich fragte mich: wie konnte ich davon nichts wissen? Wieso hatte mir keiner gesagt, dass es solche einfachen Techniken gibt, mit denen man sich so gut fühlen kann? Wieso wissen meine vielen FreundInnen und KollegInnen, die auch unter dem Stress in der Wissenschaft leiden und während ihrer Doktorarbeit mit psychischen Problemen kämpfen, nichts davon?



Leitstern: sich ganz zuhause fühlen


Und tatsächlich wurde mir von diesem Moment an, die in der Breathwork gemachte Erfahrung zum Leitstern: so wollte ich mich öfter fühlen. Und ich begann mein Leben danach umzubauen. Ich begann mich zu fragen: führt das, was ich gerade tue, dazu, dass ich mich insgesamt dieser Erfahrung von Ganzheit annähere?


Die unmittelbarste Veränderung war, dass ich erstmals Achtsamkeits-Praktiken einen festen Platz in meinem Leben gab. Ich begann regelmäßig zu meditieren und meine Tage weniger mit Terminen vollzustopfen. Außerdem begann ich mich erstmals mit spirituellen Themen zu befassen. Meinem akademischen Habitus entsprechend bedeutete das, dass ich mich zunächst eindeckte mit Büchern zu Achtsamkeit, Kundalini, Schamanismus, Selbstliebe, Arbeit mit dem inneren Kind etc. Der wichtigste Aspekt war aber vielleicht, dass ich begann, Muster und Überzeugungen zu hinterfragen, die bisher Selbstverständlichkeiten waren. Plötzlich war ich mit ganz neuen Ideen und Konzepten zu den großen Themen des Lebens, wie Beziehungen, Sinn, und Sexualität, konfrontiert. Und das bot mir eine Gelegenheit meine bisherigen Erfahrungen teils neu zu verstehen, und mir meiner bestehenden Denk- und Verhaltensmuster bewusst zu werden und sie zu überprüfen.


Freier von Belastungen, frei zu Sein


Von da an entwickelten sich die Dinge recht rasant und zugleich sehr organisch für mich: ich schloss mich einer Reise nach Mexiko an, die mich mit neuen LehrerInnen in Kontakt brachte; ich lernte meinen heutigen Partner, Luis de la Cruz, kennen, und zog mit ihm gemeinsam nach Mexiko; ich begann eine Ausbildung in Schamanismus und machte meine Ausbildung zur Clarity Breathworkerin, und fing an mich in meinem Alltag an toltekischen Prinzipien zu orientieren… Und tatsächlich fühle ich mich heute insgesamt wesentlich besser und erfüllter als noch vor ein paar Jahren. Ich bin viel freier von alten Belastungen und erfahre auch in meinem Alltag ganz viel innere Ruhe, Freude und Verbundenheit. Ich bin klarer ausgerichtet, und folge mehr meinem eigenen Weg anstatt Ansprüchen gerecht zu werden, die ich im Laufe meines Heranwachsens unbewusst aufgegriffen habe. Und sowohl in meiner Arbeit als auch meinem Privatleben sehe ich, wie dies auch anderen zur Inspiration wird, ihr Leben freier zu gestalten und sich selbst mehr Raum zum Sein zu geben.



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